Auf dem Jakobsweg und an vielen historischen Orten in Portugal
Die Pilgergruppe der katholischen Pfarrei Grafenwöhr kam nach ihrer 7-tägigen Reise durch Portugal mit sehr vielen Eindrücken nach Hause. Neben den Gebeten haben sie das Land historisch und kulturell kennen gelernt.
Auf der spirituellen Reise, die von Emmaus Pilgerreisen Stritzke in Brennberg organisiert wurde, konnten die 54 Teilnehmer die faszinierenden Städte Lissabon, Tomar, Batalha, Nazaré, Fátima, Aljustrel, Coimbra, Porto und Braga mit ihren religiösen Traditionen entdecken. Lissabon, die seit dem 12. Jahrhundert Hauptstadt von Portugal ist, hat rund 500.000 Einwohner. Drei Millionen Einwohner gibt es in der Region Lissabon. Die erste heilige Messe wurde vom seelsorgerischen Reiseleiter Pfarrer Daniel Fenk in der Kapelle der "Cristo Rei"-Statue gefeiert. Von hier aus gab es einen wunderbaren Blick auf Lissabon.
Zu den Wahrzeichen der Stadt am Tejo gehört neben vielen anderen Bauwerken der Torre de Belém. Direkt am Ufer des Tejos erinnern 33 wichtige portugiesische Persönlichkeiten aus dem Zeitalter der Entdeckungen. Dargestellt sind unter anderem Prinz Heinrich der Seefahrer, Vasco da Gama und Ferdinand Magellan.
Besucht wurde auch Tomar, die Stadt der Tempelrittter. Besichtigt wurde das "Convento de Cristo", die Klosteranlage der Tempelritter sowie das Dominikaner-Kloster "Santa Maria da Vitoria" in Batalha. Im Fischerdörfchen Nazaré gab es einen atemberaubenden Blick auf die Bucht mit den riesigen Wellen, die hochschlugen. Ganz in der Nähe der kleinen Kapelle konnte man die Marktfrau mit ihren sieben Röcken entdecken. Die Geschichte dazu erzählte zuvor Reiseleiterin Astrid. Früher warteten die Frauen die ganze Woche auf ihre Männer und trugen sieben Röcke. An jedem Tag legten diese dabei einen der Röcke ab...
Der Höhepunkt der Reise fand im Wallfahrtsort Fatima statt. Die Erscheinungskapelle mit der Statue „Unserer Lieben Frau“ steht genau an der Stelle, wo Maria am 13. Mai 1917 den drei Hirtenkindern erschienen ist. Am Abend nahm die Pilgergruppe am Gottesdienst, Rosenkranzgebet und an der Lichterprozession teil. Auch den Geburtsort der Seherkinder Ajustrel, wurde besichtigt.
Sehr interessant war die Universität von Coimbra an den Ufern des Flusses Mondego. Diese ist der Inbegriff dessen, was Portugal Bestes aus den Bereichen der Wissenschaft, Kunst, Technik und Kultur zu bieten hat. Sie hat bereits sieben Jahrhunderte portugiesische Geschichte miterlebt und geschrieben. Die Universität ist die älteste in Portugal und eine der ältesten Europas, die ihr Bild im Laufe der Zeit prägte und sie zur „Stadt der Studenten“ machte. Die Reisenden konnten nicht nur die Capela de São Miguel (Michaelskapelle) mit einer imposanten Barock-Orgel und die Bibliothek Biblioteca Joanina, die mehr als dreihunderttausend Werke besitzt, bewundern, sondern konnten auch bei der Aufnahme der neuen Studenten dabei sein.
Auf dem Weg nach Porto, der zweitgrößten Stadt Portugals, wurde unter freiem Himmel eine heilige Messe am Atlantik gefeiert. Pfarrer Fenk erinnerte besonders an die Fischer, die mit Jesus unterwegs waren. Es folgte ein Sparziergang durch das malerische Porto.
Eine, der bedeutendsten Sehenswürdigkeiten Portugals ist die Kathedrale "Bom Jesus do Monte" auf den Hügeln der Bischofsstadt Braga. Mit der im Jahr 1882 errichteten ältesten Wasserballastbahn (Standseilbahn) kam man nach der Feier der heiligen Messe wieder gut unten an. Nicht fehlen durfte eine kleine Pilgerwanderung auf einem Teil des Camino Santiago und Camino Fatima
Bevor der Rückflug angetreten wurde, stand noch Guimarães, das als „Wiege der Nation“ gilt, einen Besuch abgestattet sowie der Burg Castelo de Sao Mamede und dem Palast der Herzöge von Braganca gleich gegenüber.




