Friedensgebet
Überall auf der Welt gibt es Kriege. Deshalb hat die Katholische Pfarrei zu einem Friedensgebet in der Friedenskirche eingeladen.
Mit dem Eingangslied "Unfriede herrscht auf der Erde" wurde eindrucksvoll auf die Kriegsgebiete hingewiesen. "Bei den Auseinandersetzungen, besonders im "Nahen Osten", müssen die Menschen ständig in Angst leben. Die Sehnsucht nach den Frieden bleibt so oft ungestillt", betonte Gemeindereferentin Waltraud Dobmann. Im Hintergrund waren die Geräusche von Schüssen, Raketen und Flugzeugmotoren zu hören.
Einige Eindrücke von Betroffenen aus aktuellen Kriegsgebieten wurden geschildert. Naqib aus Afghanistan lebt seit vier Jahren in einer Gemeinschaftsunterkunft in Nürnberg und ist dort nur geduldet. Sein Asylantrag wurde abgelehnt. Er könne nicht zurück nach Afghanistan, denn dort müsse er schießen. Verletzten möchte er jedoch niemanden.
In Nikolais Wohnung in der Ukraine wurden alle Fenster heraus gebomt, so dass er in den Keller flüchtete. Tarek aus Syrien lebte in einem Haus, das nach dem Bombeneinschlag einstürzte. Pastor Cyeus aus dem Iran sagt: "Ich sehne mich nach dem Tag, an dem die Grenzen offen sind, an dem ich und andere frei zurückkehren können."
Um ein Haus des Friedens zu bauen, braucht es viele Hände, die aneinandergelegt Frieden ermöglichen können. Die Gemeindereferentin legte Hände mit den Begriffen: Wahrheit, Treue, Gerechtigkeit, Solidarität, Vergebung, Barmherzigkeit und Toleranz am Friedenskreis ab. "Es braucht eine Fähigkeit zum Kompromiss, ebenso wie die Treue zu mir selbst, meinen Glauben und meinen Überzeugungen, aber auch die Toleranz und Einsicht bei Fehlverhalten", so Dobmann.
Als das Friedenslied "Imagine" von John Leonnon erklang, konnten die Gläubigen auch das Händesymbol bei den mit vielen brennenden Kerzen gelegten Friedenskreis niederlegen. Bei den Fürbitten wurde gesungen: "Herr, gib uns deinen Frieden."
